Zitat des Monats

„Nicht da ist man daheim,

wo man seinen Wohnsitz hat,

sondern wo man

verstanden wir“

-C. Morgenstern-

Stellenangebote

Wir sind auf der Suche nach Verstärkung für unser Team. Wenn auch Sie dazugehören wollen, nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

 





Haupthaus

Unser Haupthaus bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 13-25 Jahren einen Lebensmittelpunkt. Das Herzstück des Haupthauses bildet die Diele. Hier findet Kontakt und Austausch statt. Man trifft und begegnet sich, hier wird gemeinsam gegessen und Feste gefeiert.
Individuell gestaltete Einzelzimmer bieten eine private Atmosphäre und Rückzugsmöglichkeit. Im Kaminraum wird abends gespielt, gelesen oder in Gruppenabenden das soziale Miteinander trainiert. Die Jugendlichen leben in Einzelzimmern, deren Farben und Einrichtung sie mitgestalten.

Durch die Größe unseres Hauses und des Grundstückes mit insgesamt 7500 m² bieten wir den Jugendlichen eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten an: Ob es um das Erlernen eines Instrumentes, Singen, Jahreszeitenbasteln oder eine gemütliche Plauderrunde am Kamin geht. Draußen locken ein Fußballplatz und ein großes Trampolin zu Spiel und Sport. Eine besondere Faszination entsteht durch unsere Haustiere – zurzeit zwei Esel.

Das Mädchenhaus

Das Mädchenhaus steht auf dem Hauptgelände und wird liebevoll das „A-Haus“ genannt. Zentrum ist die gemütliche, großzügige Wohnküche. Bis auf ein Doppelzimmer hat hier jedes Mädchen ihren eigenen persönlich gestalteten Raum. Die sonnige warme Atmosphäre dieses Schmuckstückes spiegelt sich im Zusammenleben der Gruppe wieder.

Ausgerichtet auf eine intensive Aufarbeitung der in der Regel traumatischen Vergangenheit der Mädchen, arbeiten hier ausschließlich dafür qualifizierte weibliche MitarbeiterInnen, unterstützt durch externe psychotherapeutische Fachkräfte. Somit gehören Themen wie sexueller Missbrauch, Misshandlungen und damit verbundene Traumatisierungen und der Austausch dieser Erfahrungen in den gelebten Alltag der Mädchen.
Im Ausnahmefall kann hier maximal ein Junge im Alter von 6-11 Jahren aufgenommen werden.

Gemeinsame Aktivitäten schweißen die Gruppe zusammen. Häufig verbringen die Mädchen ihre Freizeit in dem nahe gelegenen Reitstall einer Mitarbeiterin und organisieren und gestalten dort Aktionen wie Reiterspiele mit. Mit den Mitarbeiterinnen finden wöchentliche Unternehmungen im Rahmen sportlicher Veranstaltungen statt. Die Mädchen lernen, ihre Grenzen wahrnehmen und zu erweitern. Beim Jiu–Jitsu- Training oder beim Schwimmen erleben sie ihre eigene Ausdauer und können ihre Gefühle in der Kunsttherapie zum Ausdruck bringen. Diese gemeinsamen Erlebnisse unterstützen die Mädchen in der Wahrnehmung ihrer persönlichen Situationen und schaffen Mut zur Veränderung.

An das Mädchenhaus angegliedert sind drei, jeweils mit eigenem Eingang versehene, barrierefreie Zimmer mit eigenem Bad. Diese sind modulartig aufgebaut und können zu größeren Einheiten zusammengelegt werden. Diese Räumlichkeiten nutzen wir sowohl als Trainingswohnungen für heranwachsende Frauen als auch bei Bedarf für Mütter mit Kindern (§ 19 SGB VIII).

Das Dithmarscher Haus

Das Dithmarscher Haus befindet sich in der Nähe von Heide und ist eingebettet in einen Garten mit altem Obstbaumbestand, der 6 500 m² umfasst. Sowohl die Außenanlage als auch die Räumlichkeiten dieses Anwesens sind zugeschnitten auf die spezifischen Bedürfnisse unserer „Kleinen“ im Alter von 5-13 Jahren.

Das Haus bietet eine freundliche Atmosphäre. In der vom Kamin gewärmten Wohnküche finden die gemeinsamen Mahlzeiten, Schularbeitenbegleitung, Spiele und Feierlichkeiten statt. Neun Einzelzimmer in zwei Stockwerken rahmen diesen Bereich ein.

Im Wohnzimmer werden sowohl angeleitete als auch freie Aktivitäten angeboten (Spielteppich, Spielesammlungen, „Kinderkonferenzen“). Über abendliche „Zu-Bett-Geh“-Rituale (Massage, Geschichte vorlesen) ergeben sich Gespräche, die die emotionale Situation des Kindes (z. B. Trauer, Heimweh, Freude, Lebensmut) spiegeln, greifbar werden lassen und zur Suche nach Lösungen anregen.

Die Außenwohngruppe

Die Lebensgemeinschaft Nordland bietet mit Trainingswohneinheiten der Außenwohngruppe (AWG) jungen Heranwachsenden ab 16 Jahren und Erwachsenen, die nach § 34 / 35 a SGB VIII bzw. § 53 SGB XII stationär betreut werden, die Begleitung in eine selbstständige Lebensführung an.
Um die entsprechenden Ressourcen zu fördern, bieten wir ein in 4 Stufen differenziertes Modell an. Die vier Stufen sind gekennzeichnet durch die Intensität der Betreuung, d. h. mit Zunahme der eigenen lebenspraktischen Fähigkeiten der Heranwachsenden und Erwachsenen vermindert sich die pädagogische Begleitung.

Die Gliederung in vier Stufen ermöglicht den Beteiligten, definierte Fortschritte zu erzielen und damit Erfolge sichtbar zu machen.

 

5-Tages-Gruppe

Die 5-Tage-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Familien und dem Kind eine besondere Form der Betreuung anzubieten. Die Aufenthaltszeit der Kinder in der 5-Tage-Gruppe ist von Sonntag bis Freitag, so dass gewährleistet ist, dass das Kind an jedem Wochenende ein erlebter Bestandteil der Familie bleibt.

Sowohl Mädchen als auch Jungen im Alter zwischen 7 und 18 Jahren, haben einen eigenen Wohntrakt mit dazugehörigen Badezimmern. Ein Büro und eine großzügige Wohnküche, sind auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet.

Die 5-Tage-Gruppe ist angedacht für:

  • Familien (bzw. Sorgeberechtigte), die in einer Entfernung von bis zu 100 km von der Einrichtung leben, und sicherstellen können, dass ihr Kind diese Distanz wöchentlich bewältigen kann. Die Ferien werden zu Hause verbracht.
  • Familien, welche davon überzeugt sind, dass diese Konzeption für das Erreichen ihrer Ziele für das Wohl des Kindes die ausdrücklich richtige Wahl ist.
  • Familien, deren Wunsch eine praktische und kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Einrichtung ist.
  • Familien, deren Ziel ist, dass das Kind im Anschluss an den Aufenthalt in der Lebensgemeinschaft Nordland gGmbH wieder zu Hause aufzunehmen.
  • Kinder, die neue Lösungen brauchen, den Anforderungen der Schule gerecht zu werden.
  • Kinder, denen es schwer fällt, ein nein zu akzeptieren.
  • Kinder, denen Anregungen fehlen, und ihre Zeit mit PC und TV verbringen.
  • Kinder, die eine Auszeit brauchen, um traumatische Situationen zu verarbeiten.
  • Kinder, die Unterstützung dafür benötigen, mit anderen Menschen nicht in Streit zu geraten.
  • Kinder, denen es an Lebensmut mangelt, die sich in sich zurückgezogen haben.
  • Kinder, die glauben, für alles die Schuld zu haben.
  • Kinder, die sich selber nicht mögen.

Das Team der 5-Tage-Gruppe besteht aus drei Vollzeitmitarbeiter/Innen, welche über Tag und Nacht für die Kinder da sind. Diese Mitarbeiterinnen sind sowohl Erzieherinnen, als auch Familientherapeuten. Ab mittags (13.00 Uhr) sind jeweils zwei Fachkräfte anwesend, um die Kinder bei der Bewältigung ihrer schulischen Anforderungen zu unterstützen.

Darüber hinaus stehen zwei weitere systemische Familientherapeuten bereit, um die Kontakte mit den jeweiligen Familien zu gewährleisten. Diese Kontakte finden sowohl in der Einrichtung, als auch im Elternhaus des Kindes statt. In der Hilfeplanung werden die Intervalle der Besuche, der Fachkräfte in der Familie oder deren Besuch in der Einrichtung, festgelegt und orientieren sich am Bedürfnis des Familiensystems. Telefonisch finden wöchentliche Kontakte statt, Besuche in der Regel Quartalsweise. Als Sonderleistung bieten wir an, diese Intervalle bis zu wöchentlich abzuhalten, um den Prozess der Rückführung der Kinder zu beschleunigen.

Um zu gewährleisten, dass die aufgenommenen Kinder bestmöglich gefördert werden, sind wöchentliche Konferenzen und monatliche Supervisionen mit einer Kinder – und Jugend Psychotherapeutin integrierter Bestandteil. Zunächst werden gemeinsam mit dem Familiensystem biographische Stationen und die Rolle des Kindes im Familiensystem analysiert.

Aufgrund unser Annahme, dass die Kinder einen Mangel an Erfolgserlebnissen haben und in der Regel mit einem negativen Bild von sich selber ausgestattet sind, besteht unsere Aufgabe wesentlich im (be-) fördern des Kindes. In der Arbeit mit der Familie werden begünstigende und hindernde Lebensumstände untersucht, um den Prozess der Selbstheilung durch Unterstützung auch in der Familie zu fördern. Hierfür beziehen wir auch Großeltern, Verwandte und ggf. Nachbarn ein, wenn deren Unterstützung zum Wohle des Systems wirken kann.

Da dem schulischen Erfolg erhebliche Bedeutung zu kommt, werden in Absprache mit den Eltern Vorschläge erarbeitet, die dem Kind einen (neuen) Start ermöglichen; ggf. kann zunächst (als Sonderleistung) eine Integrationsbeschulung der Einrichtung vorgeschaltet werden.

In dieser Beschulung der Einrichtung wird vor allem das Lern – und Sozialverhalten des Kindes trainiert, um dem späteren Erfolg in der Regelschule zu ermöglichen. Hierfür werden nur in Ausnahmefällen mehr als 3 Monate benötigt.

Im Anschluss wird mit der regulären Schule (an der das Kind angemeldet ist) eine Integration in die bestehende Klasse geplant. Unsere guten Kontakte zu den Schulen ermöglichen eine Auswahl an verschiedenen Unterstützungen des Kindes und auch der Schule.

Innerhalb der 5-Tage-Gruppe erhält das Kind sowohl individuelle Förderung durch das Fachpersonal, als vor allem Gemeinschaftstraining. Dem Zielkonflikt zwischen Selbstbestimmung und (spontaner) Bedürfnisbefriedigung des Kindes auf der einen Seite und dem Wunsch der Eltern und Institution (Schule, Vereine) nach Anpassung des Verhaltens des Kindes an Normen und Werte andererseits, widmen wir besonderer Aufmerksamkeit.

In täglichen Gruppenrunden werden gemeinsam mit den Kindern demokratische Regeln diskutiert und abgestimmt. Das Ziel ist hierbei, Wünsche der Kinder zu besprechen, um eine Benachteiligung der anderen zu vermeiden. Häufig werden hier von den Kindern Entscheidungen getroffen, welche später weiter entwickelt oder verändert werden, da sie die Konsequenzen ihrer Entscheidungen erfahren können. Dies führt zu erstaunlichen Lösungen der Kinder bei Konfliktlösungen.

Die Bereitschaft des einzelnen Kindes, Kompromisse zu finden, steigt durch diese Erfahrungen erheblich und fördert deren Selbstwertgefühl einerseits und die Fähigkeit sich in den Gegenüber hineinzuversetzen, andererseits. Konflikte werden so nicht vermieden, sondern in konstruktiver Weise aufgenommen und gelöst. Beeindruckend ist hier die Ausdauer der Kinder bei der Suche nach Lösungen.

Hier werden Themen wie: Sexualität, Selbstbestimmungsrecht, Wahrung der Grenzen anderer Menschen, Gruppenregeln, usw. besprochen und abgestimmt.

Die Möglichkeiten, dem Familiensystem und dem Kind zu helfen, steigt mit der Aktivität und der Bereitschaft der Eltern, diese Hilfemaßnahme zu unterstützen. So sind z.B. regelmäßige Besuche der Eltern im Alltag der 5-Tages-Gruppe willkommen. Hier kann das Erziehungsverhalten der Eltern und das Verhalten des Kindes gezielt und individuell begleitet und angeleitet werden.

Um Kindern Erfolg zu vermitteln und ihnen Mut zur Veränderung ihres Verhaltens zu kommen zu lassen, wird der Alltag klar strukturiert.

  • Rituale und rhythmische Wiederholungen (z.B. Bettgehzeiten, Gruppenrunden, gemeinsame Mahlzeiten, usw.) unterstützen die Kinder und vermitteln ihnen Vertrautheit und Sicherheit.
  • Beim zu Bett gehen bekommt jedes Kind eine Extrazeit eines Pädagogen für sich allein, um hier den Tag zu reflektieren oder um Beistand bei Heimweh zu bekommen.
  • Individuelle positive Verstärkersysteme (Tokensysteme) zur Unterstützung der persönlichen Zielerreichung, mit kindgerecht anschaulicher Dokumentation.
  • Individuell zugeschnittene Monatsprojekte, um die persönliche Sozialkompetenz zu erweitern und zu befördern.
  • Werte – und Normvermittlung durch die Vorbildrolle des Fachpersonals.
  • Wir unterstützen und fördern Freizeitaktivitäten im Sozialraum, durch die neben dem Lernen von Ausdauer und Leistungsbereitschaft auch eine soziale Verankerung entsteht.
  • Monatlich stattfindender gruppenübergreifender Qualitätszirkel mit Kindern und Jugendlichen aus allen stationären Wohngruppen, um fortlaufend Einrichtungs- bzw. Gruppenstandards gemeinsam zu modifizieren.
  • 2-wöchige Projektzeit in den Sommerferien, möglichst mit den Eltern gemeinsam
    Tägliche Hausaufgaben – und Lernzeit, unter Anleitung des Fachpersonals.
  • Vierteljährlich gruppenübergreifendes „Elterntreffen“ (Siehe Konzept der Lebensgemeinschaft Nordland)
  • Sexualpädagogische Angebote zu Themen wie, Verhütung, Grenzen setzen-Grenzen verletzen, Übertragbare Krankheiten, etc.
  • Wahl eines Gruppensprechers, der sich in regelmäßigen Terminen mit der Einrichtungsleitung trifft.
  • Beteiligung an der Alltagsbewältigung, durch verankerte Küchen- und Tischdienste, anteilige Grundstückspflege, dem Alter entsprechende Einkäufe und Pflege der eigenen Wäsche.
  • Abendliche Gruppenrunde zur Tagesreflexion mit folgenden Inhalten: – Tagesbilanz des Monatsprojektes und der persönlichen Zielsetzung – aus der Hilfeplanung – Eigene Gefühle erkennen und benennen – Lösungen suchen für Streitigkeiten und Probleme untereinander.

Unsere tägliche pädagogische Arbeit besteht aus:

  • Kreative Lösungen finden für Konflikte im Alltag
  • Ressourcenaktivierung und kontinuierliche Ressourcenerweiterung
  • Training der Impulskontrolle
    Erhöhung der Frustrationstoleranz
  • Gemeinsames Ergründen der eigenen Verhaltensweisen / Reaktionen und das Sammeln und Ausprobieren von Handlungsalternativen
  • Kreativitäts – und Talentförderung
  • Entwicklung einer positiven Lebenseinstellung
  • Beförderung der individuellen Persönlichkeit, durch die Förderung von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.
  • Aufbauen von Emotionsregulation
  • Partizipation, durch Mitsprache und Mitbestimmung
  • Rückzugsmöglichkeiten und Abgrenzung aufzeigen und erweitern
  • Individuelle Zuwendung mit Einzelgesprächen
  • Wir verstehen unter Beteiligung, das Einbeziehen der Kinder und Jugendlichen in Entscheidungsprozesse, die ihren Lebensalltag beeinflussen.

Wir bieten unterschiedlichste Möglichkeiten zur Beteiligung/Partizipation an:

  • Wöchentliche Gruppenabende, in denen Abläufe und Vorhaben diskutiert und abgestimmt werden, Hausregeln besprochen und modifiziert werden, Freizeitaktivitäten besprochen werden, Speisepläne und Einkauflisten abgestimmt werden.
  • 5-wöchentliche Gruppensprechertreffen, in denen, die gewählten Gruppensprecher jeder Gruppe, sich zusammen mit der Einrichtungsleitung über aktuelle Bedürfnisse, Schwierigkeiten und Wünsche der einzelnen Gruppen austauschen, beraten und nach Lösungen suchen.
  • 3- 6 monatige Hilfeplanungen, in denen die Kinder und Jugendlichen an der (im Vorfeld) Erstellung des Entwicklungsberichtes altersgerecht beteiligt und informiert werden. Vorherige Zielsetzungen werden gemeinsam reflektiert und bewertet, sowie die neue Ausrichtung für die aktuelle Hilfeplanung formuliert.
  • ie Kinder und Jugendlichen sind aktiv im Hilfeplangespräch beteiligt und erhalten im Anschluss eine eigene Ausfertigung ihres Hilfeplanes. Die aktuellen Ziele und Handlungsschritte finden sich, zur Motivation und Unterstützung, in den Monatsprojekten und Tokensystemen wieder.
  • 4-wöchentlicher Qualitätszirkel „Wir machen mit!“ mit Kindern und Jugendlichen, in dem (in Anlehnung der „Open Space“- Methode) die Kinder und Jugendlichen gruppenübergreifend zu den verschiedensten Themen ihres Lebensalltags ihre Meinung äußern können.

Der § 8a des SGB VIII wird innerhalb der Einrichtung aktiv umgesetzt.

Umfangreiche Weiterbildungen (Kurzberatung zur Risikoeinschätzung / Aufträge und Auflagen im Grau – und Gefährdungsbereich), als auch einrichtungsinterne Schulungen (zur Umsetzung des § 8a, etc.), Dienstanweisungen und der vorgegebene Ablaufplan bei Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung (Siehe Anhang), geben den Mitarbeitern eine klare Handlungsorientierung, um einen größtmöglichen Schutz, der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten.

Ein wesentlicher Bestandteil der Lebensgemeinschaft Nordland ist der einrichtungsinterne Beschwerderat. Ein Info-Flyer, der in jeder Gruppe aushängt und jeder neuer Bewohner ausgehändigt bekommt, informiert über die Funktion und Kontaktaufnahmemöglichkeit.

Der Beschwerderat bietet zwei unterschiedliche Ansprechpartner, an die in unterschiedlicher Form eine Beschwerde übermittelt werden kann. Eine Erstrückmeldung innerhalb von 2 Tagen wird gewährleistet. Im weiteren Verlauf des Beschwerdemanagements erfolgen gemeinsame (Auf-) Klärungsgespräche, die in einem Aufarbeitungsprozess und einem abschließendem Ergebnis münden, unter Einbeziehung der Einrichtungsleitung.

Das erweiterte Führungszeugnis ist Einstellungsvoraussetzung für neue Mitarbeiter, sowie wiederkehrender Pflichtteil für das bestehende Personal (alle 5 Jahre).

Ziel dieser Maßnahme ist die erfolgreiche Rückführung des Kindes in das Familiensystem.

Das Ziel ist erreicht, wenn die Verhaltensweisen des Kindes den Anforderungen in der Familie und in der Schule entsprechen und zu erwarten ist, dass die Entwicklung des Kindes ausreichend stabilisiert ist.

Wenn die Eltern ihr Ziel, wieder gemeinsam mit dem Kind den Stürmen des Lebens zu trotzen, erreicht haben.

Wenn das Familiensystem über ausreichende Verhaltensalternativen im Konfliktfall verfügt und erfolgreiche Veränderungen vorgenommen hat.

Das Ziel ist erreicht, wenn das Jugendamt einer Rückführung zustimmt.

Eltern mit Kind

Diese Wohn- und Betreuungsform bietet die Lebensgemeinschaft Nordland im Rahmen einer Einzelvereinbarung an.

Angrenzend an das Mädchenhaus der Lebensgemeinschaft Nordland befinden sich Trainingswohneinheiten, in denen Mütter und Väter nach §19 SGB VIII gemeinsam mit ihrem/n Kind/ern betreut werden können.

Pädagogisches Ziel ist es, das Elternteil in eigenen Persönlichkeitsentwicklungen zu unterstützen, zu aktivieren und zu befähigen, sich eine eigene Lebensgrundlage zu schaffen, um für sich und das/die Kind/er selbstständig zu sorgen. Dazu kann auch ein Schulabschluss, eine Ausbildung oder die Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt gehören.
In jedem Fall ist zu gewährleisten, dass der Schutzauftrag im Sinne des § 8 a SGB VIII sichergestellt ist.

T.I.P. Out Projekte

Wenn Sie glauben, nichts geht mehr – dann fühlen wir uns herausgefordert.

Für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren, die sich nicht mehr auf herkömmliche Hilfsangebote einlassen oder noch nicht bzw. nicht mehr in der Lage sind, sich in eine Gruppe zu integrieren, bieten wir eine Lösung im Rahmen des Therapeutischen-Intensiv-Programms (T.I.P.) an: Leben im Schweden- oder Brandenburg-Haus.

Dabei ist die enge Beziehung zwischen der betreuenden Person, die in jeder Hinsicht Vorbildcharakter hat, und den anvertrauten Personen der Schlüssel zum Erfolg. Das Angewiesensein aufeinander in einer äußerst reizarmen und abgelegenen Gegend erfordert ein gegenseitiges aufeinander Einlassen.

Neben der Einzelbeschulung und generellen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten werden Gebäude saniert und ausgebaut, Spielgeräte geplant, entwickelt und aufgebaut. Die alltäglich stattfindende durchstrukturierte Pädagogik befähigt die anvertrauten Personen eine tragfähige Beziehung aufzubauen, Ursache und Wirkung von Verhalten zu erkennen, sich einzulassen, Bedürfnisse anderer anzuerkennen und Grenzen zu akzeptieren.

Über das Therapeutische-Intensiv-Programm erreichen wir i. d. R., dass die Integration der anvertrauten Person in eine stationäre Wohngruppe möglich wird.

Das Schwedenhaus

Das Schweden Haus befindet sich im südwestlichen Schweden nahe der Ortschaft Tidan, 780 km von Breiholz. Die nächstgrößere Stadt mit Krankenhaus, Polizei etc. ist Skövde in ca. 25 km Entfernung.
Das Wohnhaus ist ca. 60 m² groß, verfügt über drei Zimmer, Küche und Bad. Angegliedert sind ein Werkstattgebäude und eine Scheune. Auf dem Grundstück von 2 ha bieten sich vielfältige Möglichkeiten für handwerkliche und sportliche Betätigung.

Im Schweden-Haus leben i. d. R. zwei männliche Kinder oder Jugendliche, die von mindestens einem Pädagogen betreut werden. Die Identifikation mit dem „Mann-Werden“ und die Auseinandersetzung mit der Vaterrolle werden intensiv bearbeitet.

Der Aufenthalt in einer der anvertrauten Person fremden Kultur, die Sprachbarriere und eine unbekannte Infrastruktur unterstützen die Beziehungsverbindlichkeit erheblich.
Mit den Sanierungstätigkeiten an den Gebäuden und auf dem Gelände wird die Grundlage für ein gelungenes Sommercamp der gesamten Einrichtung gelegt, was den Handlungen der anvertrauten Personen Sinn gibt.

Das Schweden-Haus steht über Videokonferenzen alle zwei Tage (auch nutzbar für Hilfeplangespräche) und sechswöchige Vor-Ort- Besuche der Leitungskräfte (Intervision) in ständigem Austausch.

Die entsprechende Konzeption lassen wir Ihnen auf Wunsch gerne zukommen.